Seidenblau und schwefelgelb

Maler- und Dichterfürsten in der Maxvorstadt

„München leuchtete“ – Thomas Manns berühmte Novelle Gladius Dei (1903) spielt am Odeonsplatz und akzentuiert mit zwei Farben die Entwicklung einer ganzen Epoche. Der schöne alte Konzertsaal im einstigen Odeon ist heute wieder gut vorstellbar; das Literaturhaus und das Café Luitpold sind weitere Stationen auf unserem Weg. Das einstige Großbürgertum um den Königsplatz mit dem Komponisten Richard Wagner, dem Maler Franz von Lenbach, dem Dichter und Nobelpreisträger Paul von Heyse sowie dem Ehepaar Hedwig und Alfred Pringsheim ist teilweise noch in seinen alten Gebäuden erinnerbar. Die späteren NS-Gebäude am einstigen Ort der Bücherverbrennung gehören mit ihrer neuen Nutzung der Hochschule für Musik und Theater und dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte zur neueren Stadtgeschichte. Neues Ziel ist das NS-Dokumentationszentrum an der Brienner Straße.

Termin 2017
Fr 5. Mai

Dauer
17-19 Uhr

Treffpunkt
Feldherrnhalle, an der Treppe

Gebühr € 10

Literatur
Dirk Heißerer: Die wiedergefundene Pracht. Franz von Lenbach, die Familie Pringsheim und Thomas Mann. Göttingen, Wallstein-Verlag 2009.

 

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