Landhaus Thomas Mann
Ein Ausflug nach Bad Tölz
In Thomas Manns längst verschwundenem Wohnhaus an der Poschingerstraße im Münchener Herzogpark wuchs die sechsköpfige
Kinderschar heran. Die beiden Ältesten, Erika und Klaus, gerieten in der
"Herzogparkclique" zwar auf Abwegen, feierten im "Laienbund deutscher
Mimiker" jedoch auch triumphale Erfolge in den diversen Wohnzimmern der
prominenten Nachbarschaft.
Die eigentliche Kindheit bedeutete für die
ersten vier Kinder Erika, Klaus, Golo das Landhaus der Familie in Bad
Tölz, wo sie zwischen 1908 und 1917 die Sommerferien und auch
manchen Winter verbrachten. In Klaus Manns "Kindernovelle" (1926)
wie in seinem Lebensbericht "Der Wendepunkt" (1952) ist
dieses Glück Literatur geworden. Alles findet sich darin, was heute noch
besteht: Das Café am Wald (Gelegenheit zum Mittagessen), der
Klammerweiher oder das Bergcafé Kogl, wo die Manns den Hund
Bauschan "gewannen" und wir heute einen Kaffee trinken.
Auf dem Weg nach
Bad Tölz werden wir nach Möglichkeit in Geiselgasteig auf dem
Gelände der Bavaria die für den Film "Die Manns. Ein Jahrhundertroman"
(2001) rekonstruierte Mann-Villa besichtigen.
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